Ostendorf mit Ottendorf

Gründungsjahr: 1764
25 Mooranbaustellen

1761 meldeten sich aus den benachbarten Ämtern für die zunächst vorgesehenen und bereits abgesteckten 25 Anbaustellen 112 Bewerber! Das zeigt, wie groß das Interesse der Menschen war. 1764 nahmen die ersten 25 Siedler ihre Meierbriefe entgegen (Meierrecht = erbliche Pacht). Im Süden von Ostendorf schließt sich die 1768 gegründete und bis 1929 selbständige Siedlung Ottendorf mit 12 weiteren Siedlerstellen an. Die Torfsoden wurden an die nahe Oste gebracht und hier auf Schiffe (die Oste-Ewer) verladen, die sie nach Hamburg und in andere Städte brachten.

Gerade in Ostendorf bildete sich schon bald nach 1800 als weiterer Berufsstand der des Schiffers. Die Nähe zur Oste mit den Schiffsstellen und der tägliche Umgang mit der Schifffahrt wird ein Grund für das frühe Einsetzen und die erhebliche Zunahme der Schiffer in Ostendorf gewesen sein. Außerdem war die Seefahrt eine Erwerbsmöglichkeit für die nachgeborenen Söhne, die auf dem elterlichen Hof nicht erbberechtigt waren.

Ostendorf ist seit 1974 Teil der Stadt Bremervörde. Es gibt heute noch 6 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe mit Milchvieh und einen Bioland-Milchschafhof mit Käserei. Weiter gibt es einen Forellenzuchtbetrieb mit Räucherei und ein Unternehmen für Tief und Erdbau.

Eine Besonderheit und touristisches Highlight sind die beiden an der Oste noch in Betrieb befindlichen Prahmfähren, mit denen sich in den Sommermonaten überwiegend Radfahrer aber auch Pkw-Fahrer nach Brobergen und Gräpel übersetzen lassen.

Einwohner:

1900, Ostendorf: 366, Ottendorf: 135
1956, Ostendorf mit Ottendorf: 520
2016, Ostendorf mit Ottendorf: 171