1761 meldeten sich aus den benachbarten Ämtern für die zunächst vorgesehenen und bereits abgesteckten 25 Anbaustellen 112 Bewerber! Das zeigt, wie groß das Interesse der Menschen war. 1764 nahmen die ersten 25 Siedler ihre Meierbriefe entgegen (Meierrecht = erbliche Pacht). Im Süden von Ostendorf schließt sich die 1768 gegründete und bis 1929 selbständige Siedlung Ottendorf mit 12 weiteren Siedlerstellen an. Die Torfsoden wurden an die nahe Oste gebracht und hier auf Schiffe (die Oste-Ewer) verladen, die sie nach Hamburg und in andere Städte brachten.
Gerade in Ostendorf bildete sich schon bald nach 1800 als weiterer Berufsstand der des Schiffers. Die Nähe zur Oste mit den Schiffsstellen und der tägliche Umgang mit der Schifffahrt wird ein Grund für das frühe Einsetzen und die erhebliche Zunahme der Schiffer in Ostendorf gewesen sein. Außerdem war die Seefahrt eine Erwerbsmöglichkeit für die nachgeborenen Söhne, die auf dem elterlichen Hof nicht erbberechtigt waren.


