Das Amt Osterholz schloss seine Gründungen von Siedlungen in den Moorgebieten nördlich von Osterholz und von Scharmbeck mit dem Bau von Neuenfelde (1788) und Nordsode (1790) fürs Erste ab.
Bereits im Frühjahr 1787 hatte dort Jürgen Christian Findorff das Dorf Neuenfelde vermessen. Am 2. Juni 1788 versammelten sich schließlich 8 Anbauwillige für die zu gründende Kolonie Neuenfelde vor dem Osterholzer Amtmann Fischer und dem Moorkommissar Findorff. Die Anbauer erhielten je 18 Morgen (ca. 4,5 Hektar).
Die Siedler sollten es in den nächsten Jahrzehnten nicht leicht haben. Bis 1814 haben sie stark unter der Franzosenzeit gelitten und konnten nur schwer wirtschaftliche Erfolge aufbauen. 1822 wird erstmals von einem befriedigenden Aufstieg Neuenfeldes berichtet. Mit dazu bei trug der Torfabstich der Anbauern aus dem 28 Jahre früher gegründeten Altenbrück.
Diese hatten auf Neuenfelder Gebiet noch für Jahre einen streng geregelten „Weinkaufmoorabstich“, eine Form der Stichberechtigung gegen Abgaben. Diese Hilfe beim Torfabbau förderte den Weidebetrieb der Neuenfelder in erfreulichem Maße.


