Altenbrück

Gründungsjahr: 1760
10 Mooranbaustellen

Altenbrück (früher: Altenbruch) entstand im Zuge der zweiten Epoche des Kolonisationswerks von 1755–1780. Schon im Frühjahr 1748 veranlasste die Regierung die Vermessung der Moordistrikte hinter Pennigbüttel, sodass dort mit Ahrensfelde und Spreddig erste Siedlungen eröffnet wurden. Die Gründung von Altenbrück erfolgte schließlich 1760. Den ersten 10 Anbauwilligen wurden Hofstellen von etwa 30 Morgen (7,5 Hektar) zur Verfügung gestellt.

In der Amtskarte von 1764 sind die 10 Hofstellen in Altenbrück bereits dargestellt. Außerdem zeigt die Schulchronik, dass die Altenbrücker wohl schon 1771 einen Schulmeister hatten. 64 Jahre nach Gründung (1824) war Altenbrück schließlich mit 10 Häusern bebaut. Es gab also keine Hütten mehr und die Einwohnerzahl lag bei 60.

Von den zugewiesenen 322 Morgen Moorland waren insgesamt 56 Morgen in Saatland und 167 Morgen in Grasland umgewandelt worden, darüber hinaus 12 Morgen in Gartenland und 2 Morgen für den Hanfanbau.

Zudem gab es 30 Obstbäume und 13 Bienenstöcke in Altenbrück. Zum Viehbestand ist zu lesen, dass es 44 Stück Hornvieh und 40 Schafe gab, jedoch noch keine Pferde.

Damit waren 73,6 % des Moorlandes kultiviert. Der Kultivierungsgrad war auch aufgrund der geringen Stellengröße weiter fortgeschritten als in anderen Moorsiedlungen. Auch 1880 gab es weiterhin nur 10 Wohnstellen. Allerdings musste Altenbrück mit nun 53 Einwohnern einen Rückgang der Bevölkerung verzeichnen.

Von der Altenbrücker Straße aus hat man einen schönen Blick auf die Hammewiesen bis zum Weyerberg in Worpswede. Heute gibt es in der Siedlung einen Ferien- und Ponyhof und einen Reiterhof.

Einwohner:

1824: 60
1880: 53
2016: 28